Julian Richter – Mediengestaltung und Fotografie

Die Arbeit geht weiter

Auch wenn es hier verdächtig still war, ich war nicht gänzlich untätig. Erst kürzlich war ich mal wieder in der Stuttgarter Wilhelma. Versehentlich griff ich zur falschen Objektivtasche und hatte dann anstelle meines Zooms doch wieder nur das 85 mm Objektiv bei mir. Im Endeffekt war es allerdings sehr interessant, denn diese Linse habe ich in letzter Zeit relativ selten benutzt. So konnte ich auch sehen, dass ab f/4,0 deutlich sichtbare chromatische Aberration auftreten kann. Diese kann jedoch sehr einfach getilgt werden.

GraureiherEin Graureiher in der Wilhelma Stuttgart wartet auf Fisch.

Außerdem konnte ich mal wieder feststellen, wie unglaublich fein man mit dem EF 85 mm f/1,8 USM die Tiefenschärfe kontrollieren kann. Folgendes Bild ist bei f/3,2, 1/60 s und ISO 100 entstanden.

Hier noch ein 100% Ausschnitt:

Topic: Wilhelma Stuttgart

Categories: Fotografie

Tags: fotografie, stuttgart

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Amsterdam Kurztrip

Am ersten Maiwochenende dieses Jahres machte ich mich zum ersten Mal auf in das niederländische Venedig des Nordens – Amsterdam. Natürlich habe ich meine Kamera eingepackt um die schönsten Seiten der Stadt an der Amstel vor die Linse zu bekommen.

Auch wenn wir die Stadt meistens zu Fuß erkundet haben, wollten wir uns eine Bootsfahrt durch die Grachten nicht entgehen lassen. Eine Freundin hat uns den Tipp gegeben die Tour nachts zu machen. Dann werden die vielen kleinen und größeren Brücken von unzähligen Lichtern beleuchtet und zaubern dadurch eine wunderschöne und einmalige Atmosphäre auf den halbkreisförmigen Grachtengürtel, der das Stadtzentrum durchzieht.

Auch wenn es keine Fotos davon online gibt, ein Ausflug an die Nordsee, z.B. nach Zandvoort, lohnt sich genau so, wie der Genuss von Pommes, Fisch und Stroopwafels.

Alle Fotos könnt ihr hier sehen.

Topic: Amsterdam

Categories: Fotografie, Reisen

Tags: fotografie

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Fuerteventura

Meinen diesjährigen Winterurlaub verbrachte ich, anders als die letzten Jahre, auf Fuerteventura. Dabei war leider die Qualität der Wellen etwas schlechter als in Marokko, was zu einem gewissen Grad auch dem starken – und für einen Winter ungewöhnlichen – Wind geschuldet war. Zwar gibt es dieses Mal keine Bilder von Surfern, dafür hatte ich aber ein wunderschönes Model mit dabei. 

Außerdem konnte ich noch ein paar Landschaftsaufnahmen machen. Die abwechslungsreiche, mal karge, mal grüne Landschaft bietet hier einen besonderen Reiz. Auch die dünne Besiedlung hat, besonders was Langzeitbelichtungen angeht, ihren Reiz. Die zutraulichen Tiere, vom Atlashörnchen bis zur Graugans,  sind reizvolle Motive. Ein Trip auf die Kanareninsel ist definitiv zu empfehlen. Lohnenswert ist allerdings ein Mietwagen um die Insel und ihre Vielfalt erkunden zu können.

Die Bilder dazu gibt es hier.

Topic: Fuerteventura

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Hochzeitsbilder

Bereits im November letzten Jahres durfte ich bei der Hochzeit von Anke und Dustin fotografieren. Freundlicherweise haben mir die beiden erlaubt ein paar der entstandenen Fotos als Referenzen zu nutzen.

Wenn ihr ebenfalls plant demnächst zu heiraten, oder jemanden kennt der das vor hat, könnt ihr mich gerne anfragen.

Die restlichen Fotos gibts beim Klick auf das Bild oder hier.

Topic: Hochzeitsfotografie

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Science Slam an der HdM

Am 7. Dezember fand an der Hochschule der Medien in Stuttgart im Rahmen des Tags der offenen Tür der erste Science Slam an der HdM statt. Ich wurde gebeten ein paar Fotos der Slammer und Moderatoren zu machen.

Für all diejenigen, die nicht wissen um was es sich handelt, hier eine kurze Erklärung: Bei einem Science Slam geht es darum, innerhalb von 10 Minuten ein wissenschaftliches Thema verständlich und unterhaltsam einem bunt gemischten Publikum zu präsentieren. Nach jedem Vortrag vergibt das Publikum Punkte von 1-8. Die Punkte werden anschließend addiert und der Tagessieger bestimmt.

Topic: Science Slam

Categories: Fotografie, Hochschule der Medien

Tags: fotografie

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markupFORUM 2014

markupFORUMDokumentation des markupFORUM 2014 an der Hochschule der Medien Stuttgart

Am 14. November fand an der Hochschule der Medien das vierte markupFORUM statt. Das markupFORUM bietet eine Plattform zum Austausch unter Nutzern von XML- und anderen markup-Technologien. 

Ich hatte das Vergnügen die Veranstaltung den kompletten Tag fotografisch begleiten und dokumentieren zu dürfen. Der Auftrag war, Stimmungsfotos, Fotos der Teilnehmer und besonders auch der Referenten zu machen. Einen Auszug der Ergebnisse sehr ihr hier  Alle Fotos, sowie weitere Informationen findet ihr direkt beim markupFORUM.

Topic: markupFORUM

Categories: Fotografie, Hochschule der Medien

Tags: fotografie

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Marokko Reisebericht

Marokko – ein Land das für mich in den letzten beiden Jahren bereits drei Mal das Ziel meines Winterurlaubs war. Ein Land, das uns, obwohl geographisch relativ nah, doch kulturell so fern liegt. Ein Land, das als Geheimtipp für Golfer, als Abenteuer für Wintersportler und Wüstengänger und Winterlager für Surfer gilt. Surfen – Diese Leidenschaft ist der Grund, weshalb es mich dieses Jahr zum dritten Mal an die marokkanische Atlantikküste verschlagen hat. Genaugenommen haben mich verschiedene Kombinationen aus Auto-, Zug-, Busfahrten und Flügen nach Marokko, oder genauer nach Taghazout, bewegt. Warum diese verschiedenen Kombinationen? Nun ja, man lernt bei jeder Reise dazu. Beim ersten Mal hat mich eine irische Billigairline von Frankfurt Hahn aus nach Marrakesch gebracht. Danach ging es noch drei lange Stunden mit an der Rückenlehne des Vordersitzes scheuernden Knien mit dem luxuriösen Reisebus weiter nach Agadir und dann noch mal 45 Minuten mit dem Taxi. Das nächste Mal war dieselbe Fluggesellschaft mit den augenkrebserregenden gelben Rückenlehnen in ihren Fliegern der Dienstleister, allerdings von Düsseldorf Weeze aus nach Agadir. Dadurch konnte ich mir die Busfahrt sparen und musste nur noch die dreiviertel Stunde mit dem Taxi weiter. Wusstet ihr eigentlich, dass Hahn und Weeze ungefähr so nah an den beiden vorgenannten großen Städten liegen wie die spanische Exklave Melilla am spanischen Festland? Dieses Mal nun wollte ich es luxuriös haben. Ein Flug ab Stuttgart nach Agadir über Las Palmas (Gran Canaria). Nicht mit den Iren, nein dieses Mal gab es Essen und Trinken inklusive. Dafür musste ich dann aber auch einen nicht geplanten vierstündigen Aufenthalt im Flughafen von Las Palmas in Kauf nehmen. Aber hey, am Abend stand noch ein Surf an, mitsamt Sonnenuntergang.

Manch eine und manch einer könnte sich jetzt fragen: Warum zum Teufel tut man sich das an? Oder: Wie kommt man auf Marokko als Reiseziel? Eigentlich ist das relativ einfach zu erklären. Marokko ist nicht allzu weit entfernt, es ist günstig und vor allem: es ist warm. Aber mich faszinieren besonders die vielen Gegensätze, die es in der konstitutionellen Monarchie des Königreichs Marokko gibt. Während viele bei Afrika an Wüste, Giraffen und Löwen denken, hat das am nordwestlichen Ende des Kontinents gelegene, relativ kleine Land extrem viel Abwechslung zu bieten. Mit dem Atlas Gebirge und dem höchsten Berg Nordafrikas (Jabal Toubkal, 4167 m), der Westsahara im Südwesten, der Hochebene um Marrakesch und den Stränden an Mittelmeer und Atlantik bietet Marokko eine große Bandbreite an Klimazonen mit eigener Flora und Fauna. 

Doch nicht nur klimatisch und geologisch zeigen sich Gegensätze. Auch in der Kultur, die stark durch die islamische Staatsreligion geprägt ist – immerhin fast 99% der Bevölkerung gehört dem muslimischen Glauben an – sieht man die Widersprüche. So ist das einige Kilometer nördlich von Agadir gelegene Fischerdorf Taghazout, in dem ich in den letzten drei Wintern insgesamt fast fünf Wochen verbracht habe, zwar ein sogenanntes „dry town“, also ein Dorf, in dem es keinen Alkohol zu kaufen gibt. Alkoholkonsum ist jedoch nicht verboten und es gibt, so wurde uns erzählt, einen florierenden Schwarzmarkt unter den einheimischen Jugendlichen, die vor allem in den Restaurants, Hotels und als Surflehrer arbeiten. Ein anderer Indikator, der die Wiedersprüche im Bereich Wohlstand anzeigt: Autos. Auf meiner Taxifahrt vom Flughafen in Agadir nach Taghazout habe ich ein paar Porsche Cayenne, einige neuere Landrover, BMWs und Mercedes gesehen. Aber auch uralte Ford Pickups, noch ältere E-Klassen und fast genau so alte Minivans von allen Herstellern, die es gibt und gab. Apropos E-Klasse: die Taxifahrer sind enorm stolz auf ihre E-Klassen. Auch wenn man sich nicht mehr anschnallen kann, die Rückbank noch durchgesessener ist als das Sofa bei Großmüttern, sämtliche Lüftungslöcher verstopft sind – vornehmlich mit dunklen Holzkugeln mit goldenem Mercedes Stern – und der Tacho ziemlich oft nicht mehr so funktioniert, wie er sollte. 

Wo ich gerade von meiner Taxifahrt spreche: Mein Taxifahrer und ich hatten vollkommen unterschiedliche Interessen. Nachdem ich um drei Uhr morgens aufgestanden war, um an den Flughafen zu kommen, einen Flug nach Las Palmas, nicht enden wollende Stunden auf dem Gran Canarischen Flughafen und einen Flug nach Agadir mit anschließendem Warten auf mein Gepäck hinter mir hatte und nur in Ruhe fahren und anschließend ins Wasser wollte, war mein Fahrer ganz begierig sich mit mir über Politik, die Deutschen und die Franzosen unterhalten. Auf Französisch, dessen ich selbst unter besten Umständen nur mit Unterstützung von Händen und Füßen mächtig bin. Abschließend hat er mir noch gesagt, dass er uns Deutsche wirklich sehr schätze, aber es völlig falsch sei, wie wir das mit unseren Frauen machen. „Frauen und Arbeit“, so mein Taxifahrer, „das gehört nicht zusammen. Und Scheidung – Allah bewahre – sowieso nicht!“ Solche Gespräche erlebt man nur in einem Land, in dem man morgens vor Sonnenaufgang vom Muezzin geweckt wird und dann beim Frühstück jamaikanischen Reggea aus dem MP3-Player eines Mitarbeiters des Guesthouses hört.

Bereut habe ich bisher trotzdem noch keinen der drei Trips, die ich unternommen habe. Die Menschen sind im Großen und Ganzen sehr herzlich. Kommt man zum wiederholten Mal, wird man sobald man aus dem Taxi aussteigt, mit einer Umarmung und einem „Ah, mein Freund. Alles gut?“, begrüßt, als wäre man nur ein paar Tage weg gewesen. Diese Gastfreundschaft äußert sich auch beim Essen. Ich hatte das Glück nach einem Surftrip an einem Strand etwas weiter im Norden zum Essen in das Haus der Familie des hauseigenen Surflehrers Omar eingeladen zu werden. Das Heimatdorf von ihm, Tamri, liegt auf einem Berg, welcher nach dem Surfen erst noch bezwungen werden musste. Bezwungen deshalb, weil ich nicht gedacht hätte, dass unser Miet-Fiat den Anstieg über einen ziemlich maroden Feldweg, mit drei Passagieren, drei Surfbrettern und einem Bodyboard heil überstehen würde. Den Weg vor uns konnten wir nur in Kurven oder nach einem Schlagloch sehen. Das Festmahl, das uns dann erwartete, übertraf dann aber sämtliche Erwartungen. Zu fünft aßen wir Couscous von einem Wagenradgroßen, tiefen Teller und tranken frische Ziegenmilch. Dann kam der Nachtisch. Frisches, selbstgebackenes Fladenbrot mit hausgemachten Amlou, einer marokkanischen Spezialität aus Erdnüssen oder Mandeln, Honig und Arganöl. Dazu wird marokkanischer Whiskey, so wird der traditionelle Minztee auch genannt, getrunken. Dieser ist ein Aufguss aus grünem Tee mit marokkanischer Minze und recht viel Zucker – einfach lecker! 

Für mich der wichtigste Grund meine Winter in Marokko zu verbringen ist natürlich das Wellenreiten. Auch hier bietet das Land einen enormen Facettenreichtum. Mit dem Auto erreicht man innerhalb von 30 Minuten circa 15 Surfspots. Dabei ist für jeden, vom Anfänger bis zum Pro-Surfer, etwas dabei. Jeder Spot besticht dabei nicht nur durch seine Eignung zum Wellenreiten, sondern auch durch die Namensgebung. Schöne Beispiele sind „Hash Point“ direkt in Taghazout, „Anchor Point“ etwa 15 Minuten Fußmarsch nördlich davon oder „Killers“, weitere 15 Minuten die Küste entlang. Die Überlieferungen für die Namen bieten jeweils selbst schöne Geschichten. „Killers“ etwa, heißt so weil dort angeblich im Frühjahr immer mal wieder Orcas – also Killerwale – gesichtet werden, „Anchor Point“ liegt an einer ehemaligen spanischen Fischfabrik, die ihren Fang mit Hilfe mittels Ankern am Boden befestigten Netzen (sogenannte Almadraba) gemacht hat. „Hash Point“ hat, Erzählungen zufolge, seinen Namen daher, dass alle, die zu viel Hash geraucht haben, und es nicht mehr bis zum „Anchor“ schaffen, direkt am Fischereihafen im Dorf surfen gehen.

Und teilweise kann man nach dem Surf, zum Beispiel am Banana-Beach im Banana-Village Aourir noch auf den Suq, einen traditionellen marokkanischen Markt gehen. Dort erlebt man angenehmes: Berge von Bananen, Orangen, verschiedenem Gemüse und Gewürzen, ungewöhnliches, wie etwa vor-Ort-Schlachtungen von Hühnern mittels Sack und Messer, aber auch ekelhafteres (am Marktstand hängende Kuhköpfe, wahlweise mit oder ohne Fell).

Um den Staub vom Markt abzuwaschen oder einem regnerischen Tag zu entgehen lohnt sich ein Besuch im Hammām, einem arabischen Dampfbad. Gegen ein kleines Eintrittsgeld bekommt der Besucher zwei Eimer und eine Schale um heißes und kaltes Wasser über seinen Körper zu schöpfen. Wem das nicht reicht, oder wer etwas mehr Luxus mag, kann sich auch von einem Bademeister reinigen lassen. Dabei wird eine Kreuzung aus Waschlappen und Stahlwolle mit ordentlich Druck über den ganzen Körper gerubbelt. Ich habe mich danach gefühlt, als hätte mir jemand mit Gewalt die obere Hautschicht abgeschält. Auf die angebotene Massage habe ich dann dankend verzichtet – besonders nach dem ich gesehen habe, was Massage dort bedeutet.

Für flache Tage, also solche an denen die Wellen zu nichts taugen, bietet sich ein Besuch im Paradise Valley an. Das Tal befindet sich im Hinterland, etwa eine dreiviertel Stunde von Taghazout entfernt, und wurde in den Siebzigern durch deutsche Hippies bekannt. Heute befinden sich dort ein paar kleinere Campingplätze sowie ein kleines Café ohne Strom und fließendes Wasser. Allerdings kann man dort nicht nur wandern, sondern auch Klippenspringen und Wasserläufe, die sich über Jahrtausende ihren Weg über den Sandstein gespült haben, entlang rutschen. Gerade im Frühjahr, wenn der Schnee in den Bergen schmilzt und viel Frischwasser in die Bassins fließt, lohnt sich ein Besuch.

Nach all der Action lässt man den Abend auf der Dachterrasse bei einem Glas marokkanischem Minztee und einer Tajine vom Kohlegrill ausklingen und erzählt von seinem Tag auf dem Golfplatz, dem Suq oder in den Wellen.

Marokko, wir sehen uns im nächsten Winter!

Categories: Fotografie, Reisen

Tags: fotografie, marokko

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Indien | Juni - Juli 2014

Im Rahmen meines Praxissemesters hatte ich die Möglichkeit für fünf Wochen nach Goa, Indien zu gehen. Vier dieser fünf Wochen waren gefüllt mit langen Arbeitstagen und kurzen Wochenenden. Glücklicherweise habe ich dennoch das eine oder andere Foto machen können. Die Ergebnisse gibt es nun nicht mehr nur bei Facebook, sondern auch hier.

Topic: Indien

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Subjektiver Objektivtest | Fazit

Inzwischen habe ich alle drei Festbrennweiten, die ich mittlerweile in den Fingern hatte, hier ausgiebig kommentiert. Manch eine oder einer mag sich fragen: warum eigentlich zum Teufel Festbrennweiten?! Festbrennweiten sind doch total unflexibel, man ist festgenagelt auf die gegebene Brennweite. Außerdem ist die Optik bei guten Zoom-Objektiven inzwischen doch auch sehr gut.

Festbrennweiten von CanonFotos © Canon

Tja. Ich liebe Festbrennweiten. Man muss sich viel mehr Gedanken über das Bild machen, die Komposition durchdenken. Außerdem sind solche Linsen natürlich sehr lichtstark, haben ausgezeichnete optische Eigenschaften und sind verhältnismäßig günstig – wenn es nicht gerade ein Objektiv aus Canons L Serie sein soll. Gerade der Punkt mit dem durchdenken des Bildes finde ich einen spannenden Punkt. Früher, in analogen Zeiten, hat man sich über jedes Bild deutlich mehr Gedanken gemacht, da jedes Bild, das auf Kodachrome gebannt wurde, Geld gekostet hat. Natürlich kann man jetzt argumentieren: Egal ob Festbrennweite oder nicht, digital bleibt digital, da muss ich mir keine Gedanken über die Menge der Bilder machen. Klar, das stimmt schon. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich mit jedem Mal weniger Bilder mache und dennoch zu dem Resultat komme, das ich haben möchte. Schlussendlich kommt es natürlich auf die gegebene Situation an. Wenn ich am Strand bin und Surfer in den Wellen fotografiere, bringt mir eine Festbrennweite relativ wenig, da ich hier einfach Flexibilität benötige. Für Portraits oder bei Konzerten würde ich nie auf meine Festbrennweiten verzichten wollen. Entscheidet selbst.

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Subjektiver Objektivtest | 35 mm f/2.0

Seit dem zweiten Teil meines kleinen Objektivtests ist schon wieder einige Zeit ins Lang gegangen. Es war nicht geplant, dass so viel Zeit vergeht, bis ich den letzten Teil schreibe. Allerdings, wie das halt so ist, hatte ich einfach nicht die Zeit dafür. Dafür aber jetzt. Es geht dieses Mal um das Canon EF 35 mm f/2 IS USM für 599 € (unverbindliche Preisempfehlung), welches auch das bisher letzte Objektiv ist, das ich mir zugelegt habe.

EF 35 mm f/2 IS USM

Zunächst die technischen Daten:

  • Brennweite : 35 mm
  • Offenblende : 2.0
  • Bildstabilisator : ja 
  • Autofokus : USM 
  • Naheinstellgrenze : ca. 24 cm 
  • Filterdurchmesser : 67 mm 
  • Optischer Aufbau : 10 Linsen in 8 Gruppen 
  • Anzahl Blendenlamellen : 8
Getestet habe ich die Linse bisher nur auf meiner APS-C Kamera, wo ich sie als perfekte Ergänzung zu meinem 85 mm Objektiv lieben gelernt habe. Inzwischen habe ich sogar meistens das 35-er drauf, da es wirklich ein Allrounder auf meiner 60 D ist. Gerade hier, auf einer Kamera mit kleinem Sensor, stellen 35 mm effektiv eine Normalbrennweite dar (wir erinnern uns: 35 mm * 1,6 = 56 mm) während die Brennweite auf einer Kleinbildkamera zum Weitwinkel zählt. Genutzt habe ich das Objektiv mittlerweile im Studio, draußen, im Warmen, im Kalten, nachts und tagsüber, beim Sonnenauf- und -untergang. 

Die Blendenspanne reicht von f/2 bis f/22, wobei die Stärke natürlich gerade im Bereich nahe der Offenblende liegt. Wie auch bei der 85 mm Festbrennweite, lässt sich die Tiefenschärfe sehr exakt regulieren. An meiner 60 D konnte ich fast keine Vignettierung feststellen, beziehungsweise ist sie so gering, dass man sie kaum feststellt. Am Kleinbildsensor fällt die Vignettierung ab Blende 2.8 nicht mehr ins Gewicht (siehe dazu die Testbilder bei KenRockwell.com). 
Der Autofokus arbeitet, wie man es von Canon gewohnt ist, rasend schnell und zuverlässig und ist dabei angenehm leise, wenn auch nicht unhörbar. Dank USM lässt sich der Autofokus allerdings jederzeit manuell überschreiben.

Verzerrungen, wie sie bei einem Weitwinkel naturgemäß mehr oder weniger stark auftreten, konnte ich nicht feststellen. Farbsäume können bei feinen Strukturen auftreten, insgesamt zeichnet sich die Linse jedoch durch eine gleichmäßige und punktgenaue Schärfe aus. 

Fazit: Canon produziert dieses Objektiv erst seit 2012 mit der Zielgruppe der ambitionierten Hobbyfotografen. Im Paket enthalten ist, wie bei Objektiven die nicht aus der L-Serie stammen üblich, nur das Objektiv mit einer Abdeckung für vorne und hinten. Der Bildstabilisator kann punkten und lässt auch bei schlechtem Licht noch etwas längere Belichtungszeiten zu. Ich habe bisher enorm viel Spaß mit dem 35-er gehabt und es sehr breit eingesetzt. Die geringe Naheinstellgrenze hat vor allem im Studio einen ganz besonderen Reiz, da man sehr nah am Model sein kann. Für einen besser definierbaren Ausschnitt empfiehlt sich allerdings gerade hier ein Objektiv mit größerer Brennweite. Die Anschaffung habe ich absolut nicht bereut und ich möchte es nicht wieder her geben.  

Positiv: Schärfe, Offenblende, Gewicht, Abbildungsqualität, gute Verarbeitung, Bildstabilisator

Negativ: keine Streulichtblende im Lieferumfang enthalten, Streulichtblende extrem teuer

Einen Ausführlichen Test findet man bei Ken Rockwell

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Marokko | Februar 2014

Lang ist's her, dass ich neue Bilder online gestellt habe. Die Räder haben sich allerdings, auch wenn es hier auf der Seite nicht den Anschein macht, weitergedreht. Während einer kurzen, einwöchigen Auszeit in dem kleinen marokkanischen Fischerdorf Taghazout, etwa 45 Minuten nördlich von Agadir, kam ich aber endlich mal wieder zum Fotografieren.

Wie es der Zufall will, war ich nicht der einzige Fotobegeisterte vor Ort. Alena und ich sind immer mal wieder losgestiefelt um Fotos zu machen und ein bisschen die Arbeitsweise des jeweils anderen zu sehen. Ich würde mich freuen, wenn ihr auch bei ihr mal vorbei schaut und ihr vielleicht auf den einen oder anderen "Like" bei Facebook schenkt.

Fotos gibts hier.

Categories: Fotografie

Tags: fotografie, marokko

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Neue Facebook Seite

Ein freudiges "Hallo!" aus der Winterpause. Nach einigen Prüfungen, Projekten und einem kurzen Urlaub in Marokko, melde ich mich wieder zurück. Neu gibt es: bald ein paar Bilder aus Marokko und eine neue Facebook Seite. Dazu wurde ich, mehr oder weniger, gezwungen, nachdem ich feststellen musste, dass Bilder, die auf einer Seite gepostet werden, anscheinend nur auf andere Seiten verweisen können. Ich freue mich trotzdem, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" schenkt.

Außerdem wurde ich vor einigen Tagen von der Kreativplattform "Dropr" angeschrieben, ob ich mir das nicht mal anschauen möchte. Anscheinend, so steht es in der Mail, sind die über meine Arbeiten gestolpert. Dropr ist ein Start-Up aus London und, soweit ich das nach einer kurzen Recherche herausfinden konnte, sollen recht vielversprechend sein. Das steht dann, sobald ich die Bilder aus Marokko fertig habe, als nächstes auf meiner Liste. Falls jemand mit denen Erfahrung hat, schreibt mir kurz eine Mail oder über Facebook. Ich würde mich freuen!

Die Marokko Bilder sind, in dem Moment in dem ich das hier schreibe, in Arbeit.

Categories: Fotografie, Homepage

Tags: dropr, facebook, fotografie, homepage

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Portrait-Shooting im Studio

Vor einiger Zeit war ich für die Vorlesung "Digitale Fotografie" einen halben Tag im Fotostudio der HdM. Endlich ist es auch so weit, dass ich die Ergebnisse zeigen kann. Herausgekommen sind drei Bilder aus zwei Fotos – die Speicherkarte hatte ca. 130 Bilder intus – die das zeigen, was ich zeigen möchte. Nach jeweils ca. 4 Stunden Nachbearbeitung bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Unermesslicher Dank geht an mein Model, Julia Peduzzi, und an meine helfende Hand, Sabrina Wolf. Die Idee für das Shooting habe ich von Fabian Stürtz bzw. Matthias Schwaighofer. Das nachfolgende Bild zeigt einen vorher-nachher Vergleich.

Die Bilder gibt es hier, im Album People, zu sehen.

Topic: People

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Subjektiver Objektivtest | 85 mm f/1.8

Es ist Zeit für den nächsten Teil meiner kleinen Serie über Festbrennweiten. Dieses Mal geht es um das Canon EF 85 mm f/1.8 USM, die erste Festbrennweite, die ich mir angeschafft habe. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 462 € bewegt sich das Objektiv noch im bezahlbaren Rahmen. Ich würde es im mittleren Preissegment in der unteren Hälfte einordnen.

Bild: canon.de

Zunächst wieder die technischen Daten:

  • Brennweite : 85 mm
  • Offenblende : 1.8
  • Bildstabilisator : nein
  • Autofokus : USM
  • Naheinstellgrenze : ca. 85 cm 
  • Filterdurchmesser : 58 mm 
  • Optischer Aufbau : 9 Linsen in 7 Gruppen 
  • Anzahl Blendenlamellen : 8

Die 85 mm Festbrennweite ist auf einem Vollformatsensor eine wunderbare Ergänzung zum 50 mm Objektiv, da es sich sehr gut für Portraitaufnahmen eignet, bei denen nur der Kopf des Motivs abgebildet werden soll. Auf meiner 60D, einer Kamera mit APS-C Sensor, befindet man sich mit 85 mm Brennweite bereits im leichten Tele-Bereich (85 mm * 1,6 = 136 mm). Bisher habe ich das Objektiv nur in freier Wildbahn, also in Available Light Situationen genutzt – allerdings in den unterschiedlichsten Situationen.

PortraitEin dankbares Fotomotiv und sehr fotogener Hund am großen See auf dem ehemaligen IGA-Geländer am Killesberg in Stuttgart.
Die Blendenspanne geht, wie auch bei der 50 mm f/1.8, von f/1.8 bis f/22. Dadurch lässt sich die Tiefenschärfe sehr exakt abstimmen. Die Vignettierung kann man an einer APS-C Kamera bei Offenblende beinahe vernachlässigen. Ab f/4 ist keine Vignettierung mehr sichtbar. Wie auch beim 50 mm Modell, empfehle ich Blenden über einem Wert von f/16 zu vermeiden. Es kann sonst zu Beugungsunschärfen kommen. 

Der Autofokus arbeitet unglaublich schnell, vergleichbar mit der Fokussierfähigkeit des menschlichen Auges. Dabei ist die Blendenöffnung unerheblich, bei jeder getesteten Blende habe ich absolute Präzision festgestellt. Ein gutes Beispiel dafür ist das nachfolgende Bild der Hummel. Dank des Ultraschallmotors lässt sich die Fokussierung jederzeit manuell überschreiben. 

HummelHummel an einer Pfingstrose am Killesberg in Stuttgart.

Farbsäume, die bei Offenblende entstehen können, sind ab Blende f/2.8 nicht mehr sichtbar. Ich vermute, dass diese durch Tiefenschärfeeffekte entstehen. Die Bildschärfe ist bei jeder Blendenstufe annähernd gleich. Das beweist, wie gut die Linse ist. Auch Verzerrungen sind an einer APS-C Kamera nicht zu sehen. 

Sven Reisch im GesprächSven Reisch und Kerstin Andreae bei der Firma Krannich in Weil der Stadt Hausen am 14. August 2013.

Fazit: Die seit 1992 produzierte Optik ist universell einsetzbar. Egal ob Portrait oder Naturfotografie, man kann ein sehr breites Spektrum damit abdecken. Die Lichtstärke macht sehr viel Spaß, da man in nahezu jeder Lichtsituation damit arbeiten kann. Sowohl an meiner Canon EOS 60D, als auch an meiner quasi eingemotteten Canon EOS 450D, mit der das letzte Bild in diesem Bericht geschossen wurde, konnte ich sehr gute Ergebnisse erzielen. 

Positiv: Schärfe, Offenblende, Gewicht, Abbildungsqualität, gute Verarbeitung

Negativ: Fehlender Bildstabilisator, keine Streulichtblende im Lieferumfang enthalten

Einen Ausführlichen Test findet man bei Ken Rockwell

Topic: Fotografie

Categories: Fotografie

Tags: fotografie, objektivtest

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Gutes neues Jahr!

Ich wünsche allen Besuchern meiner Website, und natürlich auch allen anderen, ein gutes neues Jahr und einen erfolgreichen Start in ein interessantes Jahr 2014. Viele spannende Aufgaben stehen an – packen wir's an!

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Subjektiver Objektivtest | 50 mm f/1.8

Update: in die erste Version des Artikels hatte sich ein Fehler eingeschlichen. In der Canon EOS 6D arbeitet, anders als zuerst geschrieben, natürlich ein Vollformat Sensor. Ich bitte den Fehler zu entschuldigen.

Nachdem ich im vorangegangenen Eintrag eine recht ausschweifende Einleitung geschrieben habe, geht es nun weiter mit dem ersten Bericht. Objektiv der Begierde ist das Canon EF 50 mm f/1.8 II. Die römische 2 steht für die zweite Generation des Objektivs. Canon überarbeitet in solchen Fällen die Optik, den Autofokus und die Haptik. Während die Optik sich üblicherweise verbessert, kann man das von der Haptik leider nicht immer sagen.

Bild: canon.de

Zunächst die technischen Daten:

  • Brennweite: 50 mm
  • Offenblende: 1.8
  • Bildstabilisator: nein
  • Autofokus: Mikro Motor
  • Naheinstellgrenze: ca. 45 cm
  • Filterdurchmesser: 52 mm
  • Optischer Aufbau: 6 Linsen in 5 Gruppen
  • Anzahl Blendenlamellen: 5
Die Situationen, in denen ich das Objektiv nutzen konnte sind recht überschaubar. Dies liegt aber nicht am Objektiv, sondern daran, dass ich es nicht besitze. Das erste Mal konnte ich es bei einem kleinen Test für ein Hochschulprojekt testen. Dabei ist es im Studiobetrieb zusammen mit einer Bron Softbox zum Einsatz gekommen. Als es ich mir das 50 mm Objektiv das nächste Mal ausgeliehen hatte, kam es für Bandfotos zum Einsatz, da hier mit wenig Licht auf kleinem Raum gearbeitet werden muss.

Generell ist ein 50 mm Objektiv immer noch für Fotografen die "Normalbrennweite". Mittlerweile kann man sagen, dass das nur noch zur Hälfte stimmt. Je nach benutztem Spiegelreflex Kameratyp – Cropped oder Vollformat – variiert der Abbildungsmaßstab. An einer Canon EOS 5D trifft die Aussage zu, an einer Canon EOS 7D schon nicht mehr, da hier ein APS-C Sensor arbeitet. Festbrennweiten gelten als sehr scharf. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich diesen Eindruck nur bestätigen. Durch den Wegfall einer Möglichkeit zur Brennweitenänderung (Zoom), ist die Optik deutlich einfacher zu produzieren. Das führt auch zu perfekt auf die Brennweite abgestimmten Linsen. 

Dank der großen Offenblende von f/1.8 kann man auch bei schlechten Lichtsituationen noch mit verhältnismäßig geringer ISO-Zahl fotografieren. Außerdem bekommt man durch die große Blendenspanne von f/1.8 bis f/22 sehr viele Möglichkeiten zur Kontrolle der Tiefenschärfe. 

Die Vignettierung hält sich bei Offenblende in Grenzen, ab ca. f/4 ist sie kaum noch erkennbar. An einer Vollformatkamera dürfte dieser Wert etwas höher liegen. Softwareseitig lässt sich das allerdings leicht in den Griff bekommen. Ich persönlich würde nicht über f/16 gehen, da sich dann langsam aber sicher Beugungsunschärfe bemerkbar macht. 

Wie in der Aufstellung der technischen Details geschrieben, verfügt das 50 mm f/1.8 über 5 Blendenlamellen. Diese führen dazu, dass 10-gliedrige Glanzlichter entstehen können, welche oftmals als schöner als 8-gliedrige empfunden werden. Bei ungerader Lamellenzahl verdoppeln sich die Glieder eines Glanzlichts, bei gerader Anzahl entspricht die Gliedzahl der Lamellenzahl. 

Der Autofokus arbeitet sehr präzise, besonders bei Offenblende. Für meinen Geschmack ist er allerdings etwas zu langsam. Dies ist dem Mikro Motor geschuldet, der die Fokussierung übernimmt. Außerdem muss man, bevor man manuell fokussieren kann, erst den Schalter am Objektiv auf MF stellen. Ein Überschreiben wie bei USM AF ist nicht möglich.

Hervorzuheben ist, dass es kaum Farbsäume gibt. Hier arbeitet die Optik unglaublich gut. In den Randbereichen kommt es an APS-C Kameras zu fast keiner Verzerrung. 

Fazit: Das Canon EF 50 mm f/1.8 II ist eines der schärfsten Objektive, die Canon herstellt. Und das, obwohl der Plastikbomber bereits seit 1990 vom Band rollt. Unschlagbar ist natürlich auch der Preis: für ca. 100 € kann man seinen Objektiv-Zoo um eine sehr gute und universelle Optik erweitern. Wer bereits ein 85 mm Objektiv besitzt, sollte sich überlegen, ob nicht ein 35 mm Objektiv sinnvoller ist. 

Positiv zu verzeichnen: Preis, Schärfe, Offenblende, Gewicht, Abbildungsqualität

Negativ aufgefallen: relativ langsamer AF, billige Verarbeitung, Haptik

Einen Ausführlichen Test mit Vergleichsbildern findet man bei Ken Rockwell und bei lenstests.de.

Topic: Fotografie

Categories: Fotografie

Tags: fotografie, objektivtest

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Subjektiver Objektivtest | Einleitung

Inzwischen wird die Zahl an verfügbaren Objektiven immer größer und größer. Da wären zuerst mal die Markenhersteller (Canon, Nikon, etc.) mit einem immer reichhaltigeren Angebot von Einsteiger über den ambitionierten Hobby-Fotografen bis zum Profi. So kann man dann teilweise, je nach Geldbeutel, Objektive mit gleicher Brennweite und unterschiedlicher Ausstattung, wie Offenblende (F), Bildstabilisator (IS) und Art der Fokussierung (Mikro Motor, STM, Ring-USM, USM) erstehen. Und weil das noch nicht ausreicht, gibt es natürlich auch noch die Dritthersteller wie Tamron, Sigma, Walimex, Zeiss und unzählige mehr.

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen gibt es eigentlich nur zwei Dinge: lesen und ausprobieren. Zuerst zum Einfacheren, dem Lesen. Ich selber bin, bevor ich mir ein Objektiv kaufe, auf zwei Seiten wildern.

Wer des Englischen mächtig ist, der kennt sicherlich Ken Rockwells Seite. Das schöne an Kens Seite ist, dass bei ihm meistens eine Abstufung für unterschiedliche Ansprüche stattfindet und er eher selten zur teuersten Linse rät. Außerdem testet er Objektive vieler Hersteller und das nicht nur an Canon Gehäusen. 

Auch sehr gute Tests, allerdings nur für Objektive für Canon EOS Kameras, findet man bei Lenstests.de. Hier wird auf deutsch getestet, sämtliche Testergebnisse mit Testaufnahmen von einer optischen Bank untermauert. Außerdem gibt es die meisten Tests sowohl mit 36 mm Sensor (Kleinbild), als auch mit Cropped Kameras (APS-C).

Beim Ausprobieren wird die Sache etwas schwieriger. Falsch! Bei vielen Fachhändlern kann man sich Objektive leihen, zum Beispiel bei Calument. Oder ihr fragt einfach Bekannte, die dem gleichen kostspieligen Hobby nachgehen. 

Viele scheitern jedoch – verständlicher Weise – schon an den von Canon in den Äther geworfenen Abkürzungen (siehe oben). Daher möchte ich hier mal versuchen die trübe Abkürzungsbrühe etwas zu klären.

Beispiel für extreme Vignettierung
  • Canon EF-S: Objektive, die für Gehäuse mit APS-C Sensor, also einem kleineren Sensor, gemacht sind. Sie sind nicht zu Kleinbild Kameras kompatibel!
  • Canon EF: Objektive, die sowohl an Kleinbild, als auch an APS-C – oder Cropped – Kameras funktionieren. Sie haben also einen größeren Bildkreis als EF-S Objektive.
  • APS-C: Hauptsächlich wird zwischen Kleinbild Sensoren (manchmal auch als Vollformat bezeichnet) mit 24*36 mm Fläche und sogenannten Cropped Sensoren mit einer Fläche von ca. 15*22,5 mm unterschieden. Canon nennt diese kleineren Sensoren APS-C. 
  • Brennweitenverlängerung: Bei Kameras mit kleinem Sensor wird die Brennweite des Objektivs verlängert. Der zur Umrechnung genutzte Faktor variiert von Kamera Hersteller zu Kamera Hersteller leicht. Bei Canon beträgt er 1,6. An einer Kamera mit Cropped Sensor (z.B. Canon EOS 7D, 70D, etc.) ergibt sich bei einem Objektiv mit 35 mm Brennweite eine effektive Brennweite von 56 mm. 
  • F/: Manchmal auch ein kleines "f/" bezeichnet die Offenblende. Damit ist die größtmögliche Blendenöffnung gemeint. Je kleiner die Zahl, desto größer die Blendenöffnung. Canon hat bis ins Jahr 2000 ein 50 mm Objektiv mit einer fabulösen Offenblende von f1.0 hergestellt. Gerade Zoom-Objektive neigen dazu bei größer werdender Brennweite eine kleiner werdende Blendenöffnung.
  • IS: Der Bildstabilisator hilft kleinere Verwacklungen der Kamera auszugleichen. So erreicht man eine bis zu 4 Blendenstufen längere Belichtungszeit. Nicht jedes Objektiv hat einen, manche Objektive haben sogar zwei verschiedene Modi.
  • AF: Autofokus.
  • Mikro Motor: Die günstigste Variante des Autofokus Motors. Leider ziemlich langsam und relativ hörbar. Die Genauigkeit ist so lala. 
  • STM: Die Stepping Motor Technology ist eine speziell für die Videoproduktion mit  EOS DSLRs gemachte Autofokus Technologie und kann nur an kompatiblen Kameras arbeiten (z.B. EOS 70D). 
  • USM: Steht für Ultra Sonic Motor, also ein Ultraschall Motor. Der Autofokus arbeitet sehr leise und präzise. Außerdem lässt sich der Autofokus jederzeit manuell überschreiben.
  • L: Jeder hat schon mal bei Sportveranstaltungen die großen weißen Objektive gesehen. Das sind L Objektive von Canon. L steht allerdings nicht für large, denn es gibt auch kleinere Objektive die das L im Namen tragen, z.B. das 24-70 mm f/2.8 L USM. L deutet an, dass es sich um ein Profi Objektiv handelt. Sie sind besonders ausgezeichnet durch ihren Preis. Außerdem sind sie Staub- und Spritzwassergeschützt.
Wer es bis hierher geschafft hat, den Text zu lesen, dem gebührt mein Respekt. Ich versuche in nächster Zeit zu den zwei Festbrennweiten, die ich mein Eigen nenne, und zu dem geliehenen 50 mm Objektiv jeweils einen kleinen subjektiven Test zu schreiben. Mir geht es dabei weniger um Vignettierung (das ist, wenn ein Bild zu den Ecken hin dunkler wird) oder chromatische Aberration (das ist, wenn Farbsäume entstehen), sondern eher um Verarbeitung, Handling, AF-Geschwindigkeit, etc. pp.

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Fotoshooting im Studio

Donnerstag ist vorlesungsfrei. Das heißt aber nicht, dass wir Studenten faul wären – nein. Ich habe heute zusammen mit zwei Kommilitoninnen den halben Tag im Fotostudio verbracht, um Fotos für einen Kurs zu machen. Inspiriert dazu hat mich ein Bild, das ich bei Matthias Schwaighofer gesehen habe. Die fertigen Bilder gibt's noch nicht. Aber ein kleines iPhone Bild kann ich schon mal teilen. Die fünf Stunden im Studio waren zwar anstrengend, aber auch sehr interessant und spaßig.

Fotografiert habe ich mit einer Canon EOS 60D mit Canon EF 35 mm f/2.0 IS USM und Streulichtblende. Das Licht kam von zwei Bron Blitzköpfen inklusive Softboxen.

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Neue Linse

Nachdem ich mir vor einiger Zeit eine Canon 85 mm Festbrennweite mit einer Anfangsblendenöffnung von f/1.8 zugelegt habe, ist nun noch eine weitere Festbrennweite gefolgt. Gestern zum ersten Mal genutzt, habe ich mich gleich in meine neue Canon EF 35 mm f/2.0 IS USM verliebt. So wächst mein Objektiv-Zoo immer mal wieder ein wenig. Als nächstes steht vermutlich mal ein ordentliches Tele-Zoom an. Bisheriger Favorit ist dabei mit Abstand das Canon EF 70-200 mm f/2.8L IS II USM. Allerdings ist da noch etwas sparen angesagt.

EF 35mm f2 IS USM
Bild von canon.de

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